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Dilma Rousseff erste Frau in Brasiliens Präsidentenamt |
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Seite 2 von 5 Wer war da angetreten?Dilma Rousseff trat für die PT an, gestützt von einem Parteienbündnis PRB /PDT/PT/PMDB/PTN/PSC/PR/PTC /PSB/PC do B. Dilma hat, wie fast alle Menschen in Brasilien einen Migrationshintergrund. Ihr Vater wanderte aus Bulgarien ein. Dilma wurde 1947 in Belo Horizonte geboren. Sie ist Ökonomin und wurde zunächst Ministerin für Bergbau und Energie und leitete dann das Präsidialamt der Regierung Lula. Sie war u.a. Aufsichtsratsvorsitzende der Petrobras. Während der Militärdiktatur gehörte sie zum bewaffneten Widerstand, wurde inhaftiert und gefoltert. Der PT trat sie 2001 bei. In ihren programmatischen Aussagen machte sie deutlich, dass sie die Politik Lulas fortsetzen werde. José Serra von der PSDB wurde unterstützt von dem Bündnis PTB / PPS / DEM / PMN / PSDB / PT do B. Er wurde 1942 in Sāo Paulo geboren und ist ebenfalls Ökonom. Sein Vater war ein Einwanderer aus Italien, die Familie der Mutter hat dort ebenfalls ihre Wurzeln. Serra war von 1964 bis 1978 im Exil, u.a. in Chile und den USA. 1988 Mitgründer der PSDB, 1994 Senator für das Bundesland São Paulo, 1995/96 Planungsminister unter Fernando Henrique Cardoso, 1998 bis 2002 Gesundheitsminister, sind Stationen seines politischen Lebens. 2002 unterlag er Lula bei den Präsidentschaftswahlen. 2004 wurde er Bürgermeister von São Paulo und 2006 schließlich Gouverneur des Bundeslandes. Marina Silva wurde 1958 in Rio Branco geboren. Sie stammt aus einer Kautschuksammlerfamilie. Die Süddeutsche Zeitung nannte sie wohl deshalb in ihrer Ausgabe vom 2./3. Oktober 2010 die „Frau aus dem Dschungel“. Erst mit 17 Jahren hatte sie die Möglichkeit, Lesen und Schreiben zu lernen. Sie studierte Geschichte und war als Lehrerin tätig. Politisch arbeitete sie mit Chico Mendes zusammen, mit dem sie auch eine tiefe Freundschaft verband. In der kleinen Partei PRC kämpfte sie im Untergrund gegen die Militärdiktatur. Nach deren Ende 1985 trat sie der PT bei. Ab 2003 war sie Umweltministerin in der Regierung Lula, aber es gelang ihr nicht, die Umwelt vor Plänen der Wirtschaftspolitik der Regierung zu schützen, die u.a. durch zwei Staudamm-Großprojekte bedroht ist. Sie verlor auch den Kampf um ein gentechnikfreies Brasilien. 2008 sah sie für sich keine Möglichkeit mehr, in der Regierung mitzuwirken und trat zurück. 2009 verließ sie auch die PT. Bis 2011 ist sie noch gewählte Senatorin für das Bundesland Acre.
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