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Bereich: Politik/Wirtschaft/Soziales

Traditionelle Gemeinschaften und ihr Recht auf Eigentum

Der Umgang der brasilianischen Politik mit den territorialen Rechten der traditionellen Bevölkerungsgruppen kann nur als ambivalent beschrieben werden.
Einerseits wird eine forcierte Ausweitung der monokulturellen Agrar- und Weidewirtschaft sowie der Flächen für Bergbau- und Energiegroßprojekte mit entsprechender Infrastruktur betrieben, was nicht zuletzt zu Lasten der traditionellen Gemeinschaften im Cerrado geschieht.

Quilombolas kämpfen um ihr Land und ihre Identität

Zu den traditionell lebenenden Bevölkerungsgruppen im Cerrado gehören auch die Quilombolas. Sie sind die Nachfahren afrikanischer Sklaven, die während der portugiesischen Kolonialzeit nach Brasilien verschleppt wurden. Dabei waren die nach Brasilien verkauften afrikanischen Sklaven keinesfalls unterwürfige Einzelpersonen oder Gruppen, die sich mit ihrem Sklavendasein abgefunden hatten, wie die offizielle brasilianische Geschichtsschreibung Glauben machen möchte.

Brasilien und das Ethanolprogramm in der aktuellen Diskussion

Lula: „Das erfolgreiche Ethanolprogramm in Brasilien half, bestimmte Mythen zu zerstören. Ethanol gefährdet nicht direkt die tropischen Regenwälder, da sich der Boden im Amazonasgebiet gar nicht zum Anbau von Zuckerrohr eignet. Genauso wenig stellt es die Nahrungsmittelproduktion in Frage.“ (Washington Post, 30.03.2007)

Wandel und Kontinuität in der brasilianischen Politik

Alle bestätigen dass sich die Republik in der Krise befindet. … dass sie schließlich den Interessen der herrschenden Klassen im Land unterlag, und starb.“ Manifesto dos Economistas por uma Nova Política Econômica, Rio de Janeiro 25.7.2005

Abschlusserklärung der Konferenz der Bevölkerung des Rio São Francisco Tals und der semiariden Regio

Wir, die 93 sozialen Bewegungen und 213 Teilnehmer der Konferenz der Bevölkerung des Rio São Francisco Tals und der semiariden Region (25. bis 27. Februar 2008) geben die Ergebnisse bekannt, die in den Diskussionen über die Kontinuität unseres Kampfes für das Leben des Rio São Francisco und der semiariden Region und gegen das Projekt der Flussumleitung erarbeitet wurden. Gleichzeitig rufen wir auf, sich solidarisch zu zeigen und sich uns anzuschließen.